Ich glaube, wir sind so langsam angekommen. Die Kamera kommt nicht mehr mit, was für die, die diesen Blog lesen, echt blöde ist, da die optischen Eindrücke in unseren Köpfen bleiben. Dass wir nicht mehr alles dokumentierten, heißt aber auch, dass Normalität eingekehrt ist. Diese Erkenntnis freut mich persönlich sehr, Maria wohl auch.
In den letzten 2 Wochen haben wir viel gefeiert, was gut funktioniert – trotz des horrenden Bierpreises. Wir trinken im Klubb einfach nur 1 Bier statt 3. In vielen Klubbs ist bis 10 oder 11 freier Eintritt, so dass wir uns auch da jedes Mal 100 SEK sparen. Blöd ist nur, dass der stereotype Stockholmer sich im Klubb gerne abschießt, so dass man manchmal unangenehmen Begegnungen aufm Dancefloor (DänciDänci) mit einem harschen „Don‘t touch me“ entgegentreten muss. Aber hej, der Stockholmer spricht exzellentes Englisch, so dass das funktioniert. Außerdem sind wir Ninja Turtles, dann kann also nichts passieren (Mutti, du kannst unbesorgt sein :-*).
Letztes Wochenende waren wir bei einer Party namens SUBURBIA. Ich bin mir noch unsicher, ob es eine Reihe ist, aber ich glaube mich zu erinnern dass eine #7 dahinter stand. Facebook organisiert uns also ganz wunderbar durchs Stockholmer Nachtleben. So langsam kriegt man eine Vorstellung von dem, was so geht. Ich würde sagen, die SUBURBIA war die erste richtig gute Party für Maria und mich in STHLM. Kaum drin, ging alles ganz schnell. Däncidänci. Schon war es 6 Uhr. Großartige Nacht samt Rausschmissen, verloren gegangenen Jacken und Biertickets statt Bargeld an der Bar.
Gestern waren wir im Debaser Medis. Da waren wir schon mal. Dieses Mal war es besser. Wir sind wieder vor 10 rein (also für umme, yeah!), haben uns die Pipettes angeschaut und uns danach völlig nüchtern ins betrunkene Stockholmer Publikum gestürzt. Es gab eher unfeinen Elektro, aber auf die Fresse-Musik ist auch mal gut. Sehr gut. Däncidänci. Nächste Woche sehen wir Hurts und Familjen. Live. Für umme. Ich liebe diese Türmoral.
Jetzt treffen wir uns mal wieder mit Freunden zum Kochen. Mal sehen, wohin uns Facebook später ausführt. Wir sind gespannt, haben die Tanzschuhe im Gepäck und Hunger.
Also hej då, meine Freunde. Ich freue mich auf den Besuch des einen oder anderen von euch, dann seht ihr mal, wie schön STHLM ist.
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Samstag, 9. Oktober 2010
Dienstag, 21. September 2010
REY: Wie die Zeit vergeht
Hey ihr Lieben,
ich habe vor lauter Aufregung über die vielen neuen Posts aus Barcelona, Stockholm und Zürich ganz vergessen, selbst mal wieder etwas zu schreiben. Das ist hiermit nachgeholt.
Zuerst muss ich meinem Ärger über unsere Vermieterin Luft machen. Die hat es nach 4 (!) Wochen immer noch nicht geschafft unsere "TV-Lounge" einzurichten. Was an sich noch okay wäre, wenn sie nicht stattdessen fast jeden Tag herkommen würde (egal zu welcher Uhrzeit und natürlich unangekündigt) um irgendeine Kleinigkeit zu erledigen. Im Schlepptaus hat sie dabei gern ihren Ehemann und/oder ihren Sohn mit denen sie sich dann lauthals auf französisch unterhält. Mitten im Flur, vor meiner Zimmertür. Und es ist ja nicht so, dass dieses Haus hellhörig wäre, nein.Auch schön: letztens saß ihr Sohn mit seinem Laptop bei uns und hat was für die Schule gemacht – ein fünfter Mitbewohner? Die Krönung (bisher) war als sie gestern Morgen mit sechs Technikern vor der Tür stand, die nun seither die Satellitenschüssel auf dem Dach installieren. Natürlich mal wieder mehr oder weniger unangekündigt. Ist klar. Ach ja, und hab ich erwähnt, dass wiederum diese netten Herren nicht anklopfen bevor sie die Zimmer betreten?! Das resultierte schließlich darin, dass ich sie heute Morgen (als sie mitsamt Handwerkern wieder im Flur stand und versucht hat Denis Zimmer, der zu der Zeit gar nicht Zuhause war, mit einem Zweitschlüssel aufzuschließen – soviel zum Thema Privatsphäre) angeschrien habe. Ihr Mann stand hinter ihr und war total sauer. Sie musste ihn zurückhalten, damit er nicht auf mich losgeht. Heute Abend schicken wir ihr eine schriftliche Beschwerde über die Zustände im Haus per Mail. Ein Wahnsinn hier!
Ach dabei fällt mir ein: wir haben einen neuen Mitbewohner. Michael, 25, Däne und ausnahmsweise mal kein Student, sondern Praktikant. Ist sehr sympathisch und wird natürlich in Kürze auf die nächste Party mitgeschleppt. Wahrscheinlich in meinen neuen Lieblingsclub: Bar 11. Super Musik (Indie, Rock, etwas Pop und Elektro), viele Isländer und normale Preise. Hier ein Foto vom (vor-)letzten Samstag:

Zitat Paul: "When the DJ wants to take a picture of you, you are cool." Jab.
Neben dem Reykjaviker Nachtleben widme ich mich aber selbstverständlich auch dem Studium. Besonders mein Shakespeare Kurs hat es mir dabei angetan. Nach Richard III gehen wir jetzt Der Kaufmann von Venedig durch. Es folgen diverse andere Stücke. Wer eine Idee hat wie ich Shakespeare im Rahmen meiner Bachelorarbeit für GWK nutzen kann, ist mehr als willkommen mich an seinen Gedanken teilhaben zu lassen ;)
Vorletztes Wochenende haben wir einen Tagesausflug zu den Sehenswürdigkeiten des Golden Circles gemacht inklusive Réttir, dem traditionellen Schafabtrieb in Island. Marie und ich haben es uns nicht nehmen lassen, selbst das ein oder andere Schaf bei den Hörnern zu packen. Das war grandios. Ein Foto folgt in Kürze. Zu den Sehenswürdigkeiten gehörten der Gulfoss (der goldene Wasserfall), ein Thermalgebiet mit Geysir und Þingvellir, das ehemalige Parlamentsgelände mit dem größten natürlichen See Islands und einer kleinen Schlucht wo die Kontinentalplatten auseinander driften. Wer alles sehen will, guckt hier oder bei Hans.


Übermorgen geht es dann auch schon los mit dem Reykjavik International Film Festival. Bis 3. Oktober werden Filme aus aller Welt gezeigt und es finden Workshops und Diskussionsrunden statt: www.riff.is. Zwei bis drei Filme will ich auf jeden Fall sehen. Zum Beispiel The Genius and the boys, ein Film über einen Nobelpreis-Gewinner, der vorrangig in den Sechzigern während einer Forschungsreise in Neuguinea regelmäßig an sexuellen Praktiken mit Kindern teilnahm, die in Teilen des Landes als normal gelten. Der Film behandelt das Thema Pädophilie im Kontext von Kultur und Akzeptanz. Das klingt interessant und ich kann es für meinen Politics of Culture Kurs verwenden. Passt doch ;)
Ich drück euch alle und besonders meine Mädels in BCN, STO und ZRH.
P.S.: Zum Abschied ein Blick auf die (in Reykjavik schwachen) Nordlichter:
ich habe vor lauter Aufregung über die vielen neuen Posts aus Barcelona, Stockholm und Zürich ganz vergessen, selbst mal wieder etwas zu schreiben. Das ist hiermit nachgeholt.
Zuerst muss ich meinem Ärger über unsere Vermieterin Luft machen. Die hat es nach 4 (!) Wochen immer noch nicht geschafft unsere "TV-Lounge" einzurichten. Was an sich noch okay wäre, wenn sie nicht stattdessen fast jeden Tag herkommen würde (egal zu welcher Uhrzeit und natürlich unangekündigt) um irgendeine Kleinigkeit zu erledigen. Im Schlepptaus hat sie dabei gern ihren Ehemann und/oder ihren Sohn mit denen sie sich dann lauthals auf französisch unterhält. Mitten im Flur, vor meiner Zimmertür. Und es ist ja nicht so, dass dieses Haus hellhörig wäre, nein.Auch schön: letztens saß ihr Sohn mit seinem Laptop bei uns und hat was für die Schule gemacht – ein fünfter Mitbewohner? Die Krönung (bisher) war als sie gestern Morgen mit sechs Technikern vor der Tür stand, die nun seither die Satellitenschüssel auf dem Dach installieren. Natürlich mal wieder mehr oder weniger unangekündigt. Ist klar. Ach ja, und hab ich erwähnt, dass wiederum diese netten Herren nicht anklopfen bevor sie die Zimmer betreten?! Das resultierte schließlich darin, dass ich sie heute Morgen (als sie mitsamt Handwerkern wieder im Flur stand und versucht hat Denis Zimmer, der zu der Zeit gar nicht Zuhause war, mit einem Zweitschlüssel aufzuschließen – soviel zum Thema Privatsphäre) angeschrien habe. Ihr Mann stand hinter ihr und war total sauer. Sie musste ihn zurückhalten, damit er nicht auf mich losgeht. Heute Abend schicken wir ihr eine schriftliche Beschwerde über die Zustände im Haus per Mail. Ein Wahnsinn hier!
Ach dabei fällt mir ein: wir haben einen neuen Mitbewohner. Michael, 25, Däne und ausnahmsweise mal kein Student, sondern Praktikant. Ist sehr sympathisch und wird natürlich in Kürze auf die nächste Party mitgeschleppt. Wahrscheinlich in meinen neuen Lieblingsclub: Bar 11. Super Musik (Indie, Rock, etwas Pop und Elektro), viele Isländer und normale Preise. Hier ein Foto vom (vor-)letzten Samstag:

Zitat Paul: "When the DJ wants to take a picture of you, you are cool." Jab.
Neben dem Reykjaviker Nachtleben widme ich mich aber selbstverständlich auch dem Studium. Besonders mein Shakespeare Kurs hat es mir dabei angetan. Nach Richard III gehen wir jetzt Der Kaufmann von Venedig durch. Es folgen diverse andere Stücke. Wer eine Idee hat wie ich Shakespeare im Rahmen meiner Bachelorarbeit für GWK nutzen kann, ist mehr als willkommen mich an seinen Gedanken teilhaben zu lassen ;)
Vorletztes Wochenende haben wir einen Tagesausflug zu den Sehenswürdigkeiten des Golden Circles gemacht inklusive Réttir, dem traditionellen Schafabtrieb in Island. Marie und ich haben es uns nicht nehmen lassen, selbst das ein oder andere Schaf bei den Hörnern zu packen. Das war grandios. Ein Foto folgt in Kürze. Zu den Sehenswürdigkeiten gehörten der Gulfoss (der goldene Wasserfall), ein Thermalgebiet mit Geysir und Þingvellir, das ehemalige Parlamentsgelände mit dem größten natürlichen See Islands und einer kleinen Schlucht wo die Kontinentalplatten auseinander driften. Wer alles sehen will, guckt hier oder bei Hans.

Übermorgen geht es dann auch schon los mit dem Reykjavik International Film Festival. Bis 3. Oktober werden Filme aus aller Welt gezeigt und es finden Workshops und Diskussionsrunden statt: www.riff.is. Zwei bis drei Filme will ich auf jeden Fall sehen. Zum Beispiel The Genius and the boys, ein Film über einen Nobelpreis-Gewinner, der vorrangig in den Sechzigern während einer Forschungsreise in Neuguinea regelmäßig an sexuellen Praktiken mit Kindern teilnahm, die in Teilen des Landes als normal gelten. Der Film behandelt das Thema Pädophilie im Kontext von Kultur und Akzeptanz. Das klingt interessant und ich kann es für meinen Politics of Culture Kurs verwenden. Passt doch ;)
Ich drück euch alle und besonders meine Mädels in BCN, STO und ZRH.
P.S.: Zum Abschied ein Blick auf die (in Reykjavik schwachen) Nordlichter:
Sonntag, 12. September 2010
STO: Runter kommen.
Hej,
entschuldigt, dass so lange nichts Neues aus Stockholm kam. Irgendwie pendelt sich alles gerade so ein und wir müssen haufenweise Erledigungen machen: Bücher kaufen, Reader kopieren, Kochen etc.
Ich sehe, unser letztes Posting liegt 2 Wochen zurück. Kein Wunder, dass dann Beschwerden kommen...Ich versuche mal eine kurze Zusammenfassung der letzten Tage zu skizzieren – In der Hoffnung, nichts zu vergessen. Die Bilder dazu wird Maria nachlegen...
Party klappt irgendwie noch nicht so richtig und wird so langsam echt ein heikles Thema...Berlin, wir vermissen dich und das, was du in einer Donnerstag-, Freitag- und Samstagnacht mit uns anstellst. Letztes Wochenende wollten wir ins Kruthuset. Das liegt etwas außerhalb und wurde uns empfohlen. Schon fast an die "Zeitverschiebung" gewöhnt, haben wir uns gegen zehn auf den Weg gemacht. Rein in die Tunnelbana, im Schlepptau zwei wunderbare Corridor Mates aus Finnland, standen wir dann vor verschlossener Tür...irgendwo im Nichts. Naja. Komisches Gefühl. Alternative war dann ne Studentenparty in einem der Wohnheime hier im Eck. Buh. Nichts mit Dancidanci.
Donnerstag: Einweihungsparty (so langsam finden alle eine Bleibe).
Samstag, also gestern waren wir im Debaser Medis in Södermalm. Zwei DJs, einer aus Berlin. Da gehen wir hin, dachten wir uns. Das wird alles ändern. NICHT. Letztendlich waren wir um 3 zuhause. Es schmerzt zu sehr, die Details zu erläutern. Wir müssen uns hier echt umgewöhnen und anfangen, genauer hinzuhören, wenn's um Partys geht.
Hier noch ganz kurz ein paar Schlagworte (Maria und ich treffen und nämlich gleich in Slussen. Von dort geht's mit dem Boat Taxi nach Djurgarden und dann in den Skansen):
LOVE
entschuldigt, dass so lange nichts Neues aus Stockholm kam. Irgendwie pendelt sich alles gerade so ein und wir müssen haufenweise Erledigungen machen: Bücher kaufen, Reader kopieren, Kochen etc.
Ich sehe, unser letztes Posting liegt 2 Wochen zurück. Kein Wunder, dass dann Beschwerden kommen...Ich versuche mal eine kurze Zusammenfassung der letzten Tage zu skizzieren – In der Hoffnung, nichts zu vergessen. Die Bilder dazu wird Maria nachlegen...
Party klappt irgendwie noch nicht so richtig und wird so langsam echt ein heikles Thema...Berlin, wir vermissen dich und das, was du in einer Donnerstag-, Freitag- und Samstagnacht mit uns anstellst. Letztes Wochenende wollten wir ins Kruthuset. Das liegt etwas außerhalb und wurde uns empfohlen. Schon fast an die "Zeitverschiebung" gewöhnt, haben wir uns gegen zehn auf den Weg gemacht. Rein in die Tunnelbana, im Schlepptau zwei wunderbare Corridor Mates aus Finnland, standen wir dann vor verschlossener Tür...irgendwo im Nichts. Naja. Komisches Gefühl. Alternative war dann ne Studentenparty in einem der Wohnheime hier im Eck. Buh. Nichts mit Dancidanci.
Donnerstag: Einweihungsparty (so langsam finden alle eine Bleibe).
Samstag, also gestern waren wir im Debaser Medis in Södermalm. Zwei DJs, einer aus Berlin. Da gehen wir hin, dachten wir uns. Das wird alles ändern. NICHT. Letztendlich waren wir um 3 zuhause. Es schmerzt zu sehr, die Details zu erläutern. Wir müssen uns hier echt umgewöhnen und anfangen, genauer hinzuhören, wenn's um Partys geht.
Hier noch ganz kurz ein paar Schlagworte (Maria und ich treffen und nämlich gleich in Slussen. Von dort geht's mit dem Boat Taxi nach Djurgarden und dann in den Skansen):
- Maria hat ein Zimmer gefunden. Nach unserem zweiten IKEA-Trip sieht das jetzt richtig schön und mummelig aus, fast heimelig.
- Die Busfahrer hören hier oft laut Radio, was doch oft witzig bis irritierend ist – morgens halb zehn auf dem Weg zu Uni.
- Ich beschwere mich gerade total viel über die ganzen Lese-Aufgaben in der Uni. So schlimm ist das aber eigentlich gar nicht. Ich glaube, das liegt daran, dass wir wenig feiern. ÄHM.
- Wir vermissen dich, Berlin und deine Bewohner.
LOVE
Dienstag, 7. September 2010
REY: An awesome weekend
Nach dem ich im letzten Post unser Wochenendprogramm schon angekündigt habe, folgt hier nun die Auswertung. Kurz und knapp: Es war toll! Ein Wochenende wie es jedes sein könnte. Nein, sollte :)
Freitagnacht war Partynacht. Das gehört sich in Island so. Unter der Woche nichts trinken und dafür am Wochenende die Sau rauslassen. Und zwar so richtig. Ja, Reykjavik ist nicht Berlin, ABER es gibt hier einen (wie ich finde) Riesenvorteil: Bar-/ Clubhopping macht soooo viel mehr Spaß. Denn alles befindet sich in einem übersichtlichen Umkreis. Man kann geradezu wortwörtlich von Location zu Location hüpfen. Das macht wahnsinnig Spaß und führt dazu, dass man ständig und überall neue Leute trifft. Isländer, Norweger, Finnen, Dänen, Schweden, Spanier, Deutsche, Briten etc. Genau das richtige für mich... mir gefällt es hier.

Marie und Kristian
Nach einem grandiosen Abend haben wir uns Samstag immerhin zum Flohmarkt schleppen können. Der war allerdings nicht mein Ding. Alles ist in einer Halle untergebracht:, groß und unübersichtlich. Zudem gibt es dort unter anderem Fisch zu kaufen, so dass der ganze Markt danach riecht. Wir waren nicht lange dort und uns stattdessen ein Stück Carrotcake und Kaffee gegönnt. Den Abend habe ich dann mit Gossip Girl verbracht.
Es war wie die Ruhe vor dem Sturm, denn Sonntag war Wandertag. Zu sechst sind wir auf den Hausberg Esja gekrabbelt, doch die Spitze haben nur fünf erreicht. Ich muss gestehen: die letzten Meter waren so furchteinflößend steil, dass ich gekniffen habe. Da musste man schon richtig klettern, um den Gipfel zu erreichen. Und ich kleiner (Höhen-)Angsthase da hoch? Neeee... Habe stattdessen in der Sonne gelegen und die Aussicht auf über 600m genossen. Fein.

Fast ganz oben

"Ich warte dann mal hier auf euch."

Das wollte ich mir nicht antun.

Beim runtergehen war ich dann natürlich ganz vorn. (Ja, der Pinguin, das bin ich)
Gestern war dann wieder Uni angesagt. Studieren muss man hier ja auch ein bißchen. Für diese Woche steht außerdem IKEA, Schwimmen und endlich mal mit Mama telefonieren auf dem Programm. Und Freitag sind wir natürlich wieder zum Clubhopping verabredet...
Ich drück euch alle. Kuss
Freitagnacht war Partynacht. Das gehört sich in Island so. Unter der Woche nichts trinken und dafür am Wochenende die Sau rauslassen. Und zwar so richtig. Ja, Reykjavik ist nicht Berlin, ABER es gibt hier einen (wie ich finde) Riesenvorteil: Bar-/ Clubhopping macht soooo viel mehr Spaß. Denn alles befindet sich in einem übersichtlichen Umkreis. Man kann geradezu wortwörtlich von Location zu Location hüpfen. Das macht wahnsinnig Spaß und führt dazu, dass man ständig und überall neue Leute trifft. Isländer, Norweger, Finnen, Dänen, Schweden, Spanier, Deutsche, Briten etc. Genau das richtige für mich... mir gefällt es hier.
Marie und Kristian
Nach einem grandiosen Abend haben wir uns Samstag immerhin zum Flohmarkt schleppen können. Der war allerdings nicht mein Ding. Alles ist in einer Halle untergebracht:, groß und unübersichtlich. Zudem gibt es dort unter anderem Fisch zu kaufen, so dass der ganze Markt danach riecht. Wir waren nicht lange dort und uns stattdessen ein Stück Carrotcake und Kaffee gegönnt. Den Abend habe ich dann mit Gossip Girl verbracht.
Es war wie die Ruhe vor dem Sturm, denn Sonntag war Wandertag. Zu sechst sind wir auf den Hausberg Esja gekrabbelt, doch die Spitze haben nur fünf erreicht. Ich muss gestehen: die letzten Meter waren so furchteinflößend steil, dass ich gekniffen habe. Da musste man schon richtig klettern, um den Gipfel zu erreichen. Und ich kleiner (Höhen-)Angsthase da hoch? Neeee... Habe stattdessen in der Sonne gelegen und die Aussicht auf über 600m genossen. Fein.
Fast ganz oben

"Ich warte dann mal hier auf euch."
Das wollte ich mir nicht antun.
Beim runtergehen war ich dann natürlich ganz vorn. (Ja, der Pinguin, das bin ich)
Gestern war dann wieder Uni angesagt. Studieren muss man hier ja auch ein bißchen. Für diese Woche steht außerdem IKEA, Schwimmen und endlich mal mit Mama telefonieren auf dem Programm. Und Freitag sind wir natürlich wieder zum Clubhopping verabredet...
Ich drück euch alle. Kuss
Donnerstag, 26. August 2010
STO: Välkommen!
Hej kompisar!
Seit unserem letzten Reisebericht sind nun einige Tage vergangen. Um ehrlich zu sein, hatten wir sogar seit Dienstagabend Internet, weil uns Niklas aus Karlsruhe, ein Roomy im Wohnheim, erklärt hat, wie man hier kostenlos das Internet nutzen kann: einfach Lan-Kabel rein und los geht's! Nüscht mit Freischaltgebühr von über 300 SEK beim lokalen Internetanbieter. Ist längst freigeschaltet...Ha!
Die Tage waren sehr sehr spannend, unglaublich viele Eindrücke sind auf uns eingeprasselt. Wir versuchen nun, einige davon kurz zu skizzieren, damit ihr ein Bild habt, wie der skandinavische Hase läuft.
Nachdem wir am Montag den Schlüssel im Housing Office abgeholt hatten, gab es eine kurze Besichtigung der feinen 18qm. Das Zimmer war zum Glück voll eingerichtet mit Bett, Einbauschrank, Regal, Schreibtisch, Beistelltisch und sogar einer Couch. Wie das Zimmer allerdings letztendlich aussieht, ist Glückssache.
Ich denke, wir hatten Glück, auch wenn wir im ersten Moment ein wenig ernüchtert waren. Wir hatten nach langer Kofferbuckelei und zu langer Wartezeit beim Housing Office nicht das Potential dieses Raumes erkannt, der uns nun ganz wunderbare Obdacht bietet. Auch Niklas sagt, wir können froh sein, dass das Bad mit Fliesen statt mit Linoleum ausgekleidet ist und Licht durchs Fenster scheint.
Der obligatorische Besuch im größten IKEA der Welt war dank des stündlich fahrenden Shuttlebuses vom Stadtzentrum in den Süden von Stockholm nur noch ein kleiner Aufwand. Am Ende gab es für jede einen Hot Dog – ungewohnter Weise gibt es hier keine Gurken und Röstzwiebeln sondern nur Saucen dazu. Ganz schwedisch. War trotzdem lecker und die kleinen Kalorienbomben konnten wir durch das Schleppen unserer Errungenschaften wieder ablaufen. Schön war's. Das machen wir mal wieder (für Marias Zimmer).
Nach großer Putzaction und Möbelrücken war das Zimmer gegen 3 Uhr morgens dann endlich schlaffertig – wir ebenfalls. So langsam haben wir uns in unserem Bettenlager eingelebt und können die volle Konzentration auf das Studium setzen.
STOPP. Bis dahin sind ja noch ein paar Tage. Im Moment finden wir anderswo genug Ablenkung. Am Mittwoch war der Orientation Day, bei dem 1.300 Exchange and Master Students wirklich sehr herzlich von der Uni und den Verantwortlichen begrüßt wurden. Die scheinen sich zu freuen, dass wir da sind. Abends gab es dann noch eine offizielle Willkommensparty auf dem Campus, die allerdings nicht so gut war wie die inoffizielle im Yellow House, dem Fakultätshaus der Humanity Faculty. Nunja, die ging dann auch länger als bis 1 Uhr, so dass wir am Ende nach Hause laufen durften. Macht aber nichts, weil wir an dem Abend interessante Menschen getroffen haben und auch der Bierpreis mit 25 SEK gestimmt hat.
Ein wenig zerknittert waren wir heute dann beim Cinema Department, um uns für die Kurse einzuschreiben. Auf dem Stundenplan stehen nun ein Schwedisch-Kurs, außerdem Rethinking Film History und Media Studies: Keywords for the Present. Wir werden berichten, wie es läuft.
Unsere nächsten Projekte sind: Wäsche waschen, schwedische Prepaid-Karte für's Handy, Sightseeing-Tour, IT-Account, POPAGANDA!
Seit unserem letzten Reisebericht sind nun einige Tage vergangen. Um ehrlich zu sein, hatten wir sogar seit Dienstagabend Internet, weil uns Niklas aus Karlsruhe, ein Roomy im Wohnheim, erklärt hat, wie man hier kostenlos das Internet nutzen kann: einfach Lan-Kabel rein und los geht's! Nüscht mit Freischaltgebühr von über 300 SEK beim lokalen Internetanbieter. Ist längst freigeschaltet...Ha!
Die Tage waren sehr sehr spannend, unglaublich viele Eindrücke sind auf uns eingeprasselt. Wir versuchen nun, einige davon kurz zu skizzieren, damit ihr ein Bild habt, wie der skandinavische Hase läuft.
| Vorher. |
Ich denke, wir hatten Glück, auch wenn wir im ersten Moment ein wenig ernüchtert waren. Wir hatten nach langer Kofferbuckelei und zu langer Wartezeit beim Housing Office nicht das Potential dieses Raumes erkannt, der uns nun ganz wunderbare Obdacht bietet. Auch Niklas sagt, wir können froh sein, dass das Bad mit Fliesen statt mit Linoleum ausgekleidet ist und Licht durchs Fenster scheint.
| NIVEA. Ääääh, IKEA. |
Nach großer Putzaction und Möbelrücken war das Zimmer gegen 3 Uhr morgens dann endlich schlaffertig – wir ebenfalls. So langsam haben wir uns in unserem Bettenlager eingelebt und können die volle Konzentration auf das Studium setzen.
STOPP. Bis dahin sind ja noch ein paar Tage. Im Moment finden wir anderswo genug Ablenkung. Am Mittwoch war der Orientation Day, bei dem 1.300 Exchange and Master Students wirklich sehr herzlich von der Uni und den Verantwortlichen begrüßt wurden. Die scheinen sich zu freuen, dass wir da sind. Abends gab es dann noch eine offizielle Willkommensparty auf dem Campus, die allerdings nicht so gut war wie die inoffizielle im Yellow House, dem Fakultätshaus der Humanity Faculty. Nunja, die ging dann auch länger als bis 1 Uhr, so dass wir am Ende nach Hause laufen durften. Macht aber nichts, weil wir an dem Abend interessante Menschen getroffen haben und auch der Bierpreis mit 25 SEK gestimmt hat.
Generell fällt auf, dass sich das soziale Leben komplett auf dem Campus zu organisieren scheint. Jede Fakultät hat eine solcher leerstehenden Villen, die sich über den Frescati Campus verteilen. Tagsüber dienen sie als Vesper-Stätte für die Studenten, abends werden sie wöchentlich zum Pub umfunktioniert. Da es genug Fakultäten gibt, steigt fast jeden Abend eine andere Party auf dem Campus.
| Aula Magna |
Ein wenig zerknittert waren wir heute dann beim Cinema Department, um uns für die Kurse einzuschreiben. Auf dem Stundenplan stehen nun ein Schwedisch-Kurs, außerdem Rethinking Film History und Media Studies: Keywords for the Present. Wir werden berichten, wie es läuft.
Unsere nächsten Projekte sind: Wäsche waschen, schwedische Prepaid-Karte für's Handy, Sightseeing-Tour, IT-Account, POPAGANDA!
Montag, 16. August 2010
BLN: Tschüssikowski
Wir haben gefeiert!! Und das ordentlich. Mit all unseren Liebsten. Einziger Wermutstropfen: Sandra konnte nicht dabei sein. Wer Bilder sehen möchte, kann das ganze Album auf Facebook anschauen. Demnächst findet ihr aber auch hier ausgesuchte Bilder.
Übermorgen geht es los. Die Stockholm-Delegation setzt sich dann in den Flieger. Die ersten News werden also in Kürze aus dem hohen Norden kommen. Watch out.
Übermorgen geht es los. Die Stockholm-Delegation setzt sich dann in den Flieger. Die ersten News werden also in Kürze aus dem hohen Norden kommen. Watch out.
Freitag, 13. August 2010
BLN: Tschüssikowski
Bevor wir heute Abend gemeinsam mit Freunden und Bekannten rauschend feiern, wie flügge wir doch nun sind, waren wir vor kurzem noch seelig und kalorienreich beim Mädchenitaliener essen. Entgegen aller Erwartungen sind keine Tränen geflossen, dafür aber einige Kalorien über den Tisch gegangen...Wir haben es genossen! Wie immer. Ein letztes Mal in 2011.... Mach's gut, Berliner Cuisine. Wie sehr werden wir deine preiswerte Gastlichkeit vermissen! Und uns gegenseitig.
Morgen gibt's dann hoffentlich Bilder von unserem Tschüssikowski im bloona in F'Hain. Vielleicht auch erst übermorgen...
Morgen gibt's dann hoffentlich Bilder von unserem Tschüssikowski im bloona in F'Hain. Vielleicht auch erst übermorgen...
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